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Sommerpause

September 28th, 2009

Endlich ist es soweit. Die Sommerpause ist vorbei. Sommerzeit ist - wie ich finde - immer etwas ganz besonders, weil alle Möglichkeiten so unbegrenzt scheinen. Neue Erfahrungen werden gesammelt, neue Gebiete entdeckt und spannende Menschen kennengelernt. Vielleicht sehe ich das nur so weil ich im Sommer frei habe, vielleicht aber liegt es doch an einem besonderen Sommerzauber.

 

Mit dem Herbst kommen immer Veränderungen auf einen zu.

Diesen Herbst heißt das für uns ein neuer Wein kommt! Ein besonderer Wein, der sich von unseren anderen deutlich abhebt. Nicht nur ist hat er ein ganz neuen Namen, sondern er kommt auch noch von außergewöhnlich alten Rebstöcken.

Dazu muss man Wissen, das Rebstöcke normallerweise nach spätestens 20 Jahren ausgedient haben und durch neue ersetzt werden.  Diese speziefischen Rebstöcke bei uns sind um die 40  jahre Alt und damit eine Seltenheit!

Dieses hohe Alter hat zur Folge, dass die Weinreben zwar dramatisch weniger Früchte tragen, diese aber vorallem im Hinblick auf die Konzentration der Inhaltsstoffe den jüngeren Reben überlegen sind. Im klartext heißt dass, der Geschmack wird intensiver, und einzigartiger!

 

 

Alexandra Mettenheimer

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Diplomarbeit Wein und Web 2.0

August 1st, 2009

Frau Miriam Lemke von der FH Burgenland schreibt in diesen Tagen eine Diplomarbeit über Wein und das Web 2.0. Ziel der Diplomarbeit ist herauszufinden, welches Potential Web 2.0 im Themenbereich Wein hat und wie intensiv es schon genutzt wird. Dazu hat sie eine Umfrage gestaltet, die abfragt in wie fern Weininteressierte schon das Web 2.0 nutzen, um sich über ihre Leidenschaft auszutauschen.

Ein Interview von Michael Pleitgen mit Frau Lemke ist auf der Seite der Weinakademie Berlin zu finden. Darin erläutert Sie, was ihr Vorhaben ist und wie Sie das ganze Thema einschätzt. Hoch spannend!

Wir würden uns freuen, wenn unsere Leser Frau Lemke bei Ihrem Vorhaben unterstützen und bitten deshalb um die Teilnahme an der Online Umfrage!

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Armin Diel oder eher “A-mean-deal”?

July 15th, 2009

Wer die letzte Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gelesen hat weis von dem Skandal, der den deutschen Weinmarkt erschüttert!

“Betrug!” rufen einige Stimmen empört. Vor allem wer dem “Gault Millau Wein Guide” glauben geschenkt hat… Denn allem Anschein nach konnte man diesen nicht nur einkaufen, sondern sich auch hineinkaufen. Laut der FAZ konnten deutsche Winzer “mit einem “freiwilligen Betrag” in Höhe von 195€  {…} ein “nützliches Paket” erwerben, das ihnen die Vermarktung einer freundlichen Erwähnung im Wein-Guide vereinfachen würde”. 

Ob es sich hier wirklich nur um die Unterstützung eines knapp an der Insolvenz vorbeischarbendem Verlags oder tatsächlich den Einkauf von einer guten Bewertung handelt ist fraglich. Fest steht jedenfalls dass Armin Diel, der eine Doppelposition als Juror und Winzer belegte sich nun voll und ganz seinem Wein widmen kann, da er wegen diesen Aufruhen von seinem Posten als Chefredakteur und Herausgeber zurücktritt. 

 

In Südafrika heißt der ausschlaggebende Weinführer “Platter’s South African Wines” und musste sich noch keinen solchen Behauptungen stellen. Dort läuft noch alles rechtmäßig ab, von finanziellen Schwierigkeiten kann auch nicht die Rede sein, obwohl der “Platter’s” umgerechnet noch nicht einmal die Hälfte vom “Gault Millau” kostet.

 

Im Platter’s wird über unseren Weinkeller - frei übersetzt - unter anderem vom eleganten neuen Label und den “Riebeek Valley Stars” Shiraz und Chenin Blanc geschrieben. Ein kleines Smiley neben diesem Chenin Blanc sowie dem Chardonnay zeichnen diese als “exceptionally drinkable and well priced” aus, andere Symbole weisen darauf hin, dass man ein eigenes Picknick mitnehmen kann, es noch mehr Sehenswürdigkeiten in der Nähe gibt und man den Wein kostenfrei probieren darf… Quite a good deal, hm?

 

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Mut neues Denken umzusetzen

July 10th, 2009

Diese Definition aus dem letzten Artikel von Alexandra gefällt mir besonders gut. Meine Erfahrungen bisher, nicht nur mit Muzawo sondern auch im Rahmen anderer Aktivitäten ist, dass viele Dinge scheitern. Das hängt aber selten mit dem Ding an sich zusammen, sondern meistens mit irgendeiner abstrusen Nebensächlichkeit.

Der Ideengeber kommt mit dem Chef nicht klar, der entscheidende Prozess ist ausgelagert worden, die Information die man hat reicht nicht aus, man fühlt sich selbst inkompetent, oder Ähnliches. Deshalb haben wir uns bei Muzawo das hohe Ziel gesetzt proaktiv zu sein. Proaktivität bedeutet in diesem Zusammenhang, die Lücke zwischen Reiz und Reaktion zu erkennen und auszunutzen.

Oft sind wir (alle) so gefangen vom Trubel der Dinge, dass wir nicht Herr unserer selbst sind. Wir verstehen nicht, Dinge in die Hand zu nehmen, Entscheidungen zu treffen oder vorzubereiten. Genau so ist man emotional, weil man etwas erreichen möchte und verkennt deshalb die zahlreichen Alternativen die sich einem in Wirklichkeit stellen. Proaktivität bedeutet, sich die zwei Sekunden Zeit zu nehmen um zwischen den Reizen meiner Umwelt und meiner Empfindung diesbezüglich zu entscheiden. Man gestaltet selbst, wie die Realität um einen sich verhält. Dadurch hoffen wir eine Dynamik ins Leben zu rufen, die im Endeffekt dem Kunden dient. Jeder begreift sich, nicht nur als Teil, sondern als Verantwortungstragender, mit Handlungsvollmacht. Das die nicht immer gegeben ist, stört gar nicht. Wichtig ist, dass die Initiative ergriffen wird, um die Umstände zu ändern, die einen stören.

Insofern würde ich behaupten, passt die Definition von Vorsprung “Mut neues Denken um zu setzen” auch auf Muzawo. Wir nennen es zwar “Proaktiv gestalten”, aber von mir aus könnten wir auch “Vorsprung durch Muzawo” dazu sagen. Oder habe ich da jetzt was verwechselt?

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Faszination Auto

July 8th, 2009

Heute habe ich das Werk eines bekannten deutschen Autoherstellers in Ingolstadt besichtigt und war wirklich ehrlich beeindruckt. Ja, obwohl ich ein Mädchen bin und ja, obwohl Autos nicht meine große Faszination sind!

 

Die Logistik bei der Herstellung ist unglaublich - alles wird just in sequence geliefert und hergestellt es ist sozusagen  maßgeschneiderte Massenproduktion. Die Zeittaktung von kurzen 88 s pro Arbeitsschritt (bzw Mechaniker), sowie die Roboter die die Einzelteile zusammenstecken waren unvorstellbar, die Flexibilität und Intelligenz dieser Programme hat mich schlichtweg fasziniert.

 

Während ich durch diese Hallen gelaufen bin, musste ich an Muzawo denken. Ein Auto zu bauen ist nämlich eigentlich dem Weinherstellen ähnlich.

Vom Stahl, der geformt, zugeschnitten, und gepflegt werden muss - genau wir unsere Reben bis zu diesem Gefühl der Spannung, springt diese Auto jetzt an? War meine Arbeit, meine Idee erfolgreich und ist mir die Zusammensetzung des Produktes gelungen? ist vergleichbar mit dem ersten Anzapfen des fertig gegärten Weines. Wie wird er schmecken? War es bei der ernte Kühl genug? Das Eichenfass das Richtige? Wird diese meine Arbeit, dieser Wein eine Sensation?

 

Irgendwie habe ich jetzt das Gefühl Autos mehr zu schätzen.Genau so Wein.

Eine Flasche aufzumachen, eine Auto anspringen zu lassen und zu wissen, aus welchen Arbeitsschritten und Komponenten er besteht, ist eben ungewohnt besonders!

 

Auch wenn “Vorsprung durch Technik” in unserem Bereich nicht so maßgeblich ist, konnte ich mich gut mit den beiden dortigen Definitionen für Vorsprungs gut identifizieren:

 

 ”Vorsprung ist die Freude an der Herausforderung.”

und

“Vorsprung ist der Mut, neues Denken umzusetzen.”

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Aller Dinge Anfang / Wieso eigentlich immer “Riebeek”?!

June 26th, 2009
Riebeek Ceellars, Riebeek Kasteel, Riebeek Valley…. Was ist da los?! Wenn man es weis ist es recht eindeutig, und hat sogar gleich zwei Hintergründe!
Der 1619 geborene Jan van Riebeeck wurde mit 32 Jahren von der V.O.C ( =Vereenigte Nederlandsche Ge-Octroeerde Oost-Indische Compagnie) sprich der Niederländisch-Ostindischen Kompanie an die südliche Spitze Afrikas geschickt, um dort eine Niederlassung zu leiten. Diese Niederlassung war nie als Siedlungskolonie gedacht, sondern nur als „Tankstelle“ an der alle Schiffe Lebensmittel und Trinkwasser wieder aufladen konnten.

Wie sich schnell rausstellte war Wein nötig, da Jan van Riebeeck erkannte „welch hohen Stellenwert die Kompanieleitung dem Wein beimaß, war dieser doch für die Seeleute auf ihren monatelangen Fahrten von unschätzbarem Wert, nicht nur in Krankheitsfällen und gerade auch bei der Behandlung des so gefürchteten Skorbut, sondern auch, um das nach dreimonatiger Fahrt nicht selten faulig werdende und dann fast untrinkbare Wasser zu ergänzen bzw. zu ersetzen.“ und in seinem ordentlich geführtem Tagebuch festhielt.

So kamen die ersten Rebsetzlinge 1654 vermutlich aus Deutschland oder Frankreich an, wurden im Kompaniegarten angepflanzt und - dank Riebeecks Willen - schon wenige Jahre danach, genauer vor exakt 350 Jahren, der erste Wein gepresst.

Der zweite Grund, warum Jan van Rieebeeck für uns so wichtig ist, ist seine (Neu-)Gier. In Holland war die Rede von einer fantastischen Goldstadt namens Monomatapa, die nicht weit im Norden von der neuen Stadt am Kap liegen sollte. Nachdem Riebeeck mit der Führung der Siedlung zu beschäftigt war, um auf Expeditionen zu gehen, schickte er seinen Unteroffizier los. Von einer Karte, die ein Holländer (der übrigens nie ein Fuß nach Afrika setzte) zeichnete geführt, zogen also Pieter Cruythoff und Pieter Meerhoff unterstützt von zehn Männer aus, um das verheißene Gold zu finden. Sie waren die Ersten die den Bothmanskloof Pass überquerten, und somit Riebeeck Valley erblickten, und diese Tal auch so benannten. Von einem einheimischen Sonqua (Buschman) geführt fanden sie natürlich kein Gold, dafür aber „ein wundervolles Tal, östlich von “Riebeeck’s Kasteel“ in dem wir übernachteten. Am gleichen Tage sahen wir 13 Pferde (eigentlich Quagga), 5 Nashörner und tausende Hartebeeste.“ (aus Meerhoffs Tagebucheintrag am 4. Februar 1661)
Jan van Riebeeck hat also nicht nur den Wein nach Südafrika gebracht, sondern auch noch das „wundervolle Tal“ entdecken lassen, welches dann 1699 von seines Nachfolgers Sohn Wilhelm Van Der Stel als Farmland freigegeben wurde. Drei damals gegründete, heute noch immer existierende Farmen sind Kloovenburg, Allesverloren and Sonquasdrift.

Hier übrigens eine “echte” Landkarte, aus der damaligen Zeit

Landkarte


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Neues und Altes

June 17th, 2009

Jetzt, nachdem ich heute Morgen (gottseidank) meine theoretische und heute Nachmittag (endlich) meine praktische Fahrprüfung bestanden habe, ist es Zeit für den Blog!

Zum Thema “Neues” gibt es endlich das neue Blogsystem. Bilder sind nur der erste Schritt, coming soon sind die Muzawo Video Blogs! Ich bin wirklich sehr gespannt auf den ersten Clip! Lieder und alle sonstigen Medien kann man auch hochladen, mal sehen was sich dafür finden lässt….

“Altes” verbindet sich mit Neuem weil ich zum ersten mal - aber wie versprochen - die Bilder von der Ausstellung in Ippenburg hochladen werde. Genauergenommen vom frühen morgen des letzten Tages, denn dann war ja wie gesagt unser Stand am Besten.

 

Stand von Links

 

Anfangen tue ich am einfachsten mit diesem Bild, es ist der Stand von Links. So hat man unser Zelt gesehen, wenn man als Besucher in den Obstgarten gekommen ist. An der Rückwand des Zeltes kann man, auch wenn eher wage unseren Banner erkennen!

 

 

Stand von vorne

 

Lief man weiter vor, war dies die Ansicht vom “verführerischen Wein-Zelt”, wie einige Nachbarn uns nannten. (Obwohl man es meinen könnte, ist diese Foto nicht gestellt, im Gegenteil. Ich war so beschäftigt damit den Stand auzubauen dass ich garnicht mitbekommen habe das fotografiert wurde!! ) 

 

Das Team

 

Und zu guter letzt ein Foto in den Weinreben dort, von unserer Arbeitskraft in Arbeitskleidung. Gleichfalls bekannt als wir Geschwister. Ganz links Anna, Philipp und zuletzt ich.

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Gartenlust und Landvergnügen

June 11th, 2009

“Jede Woche eine neue Welt” ? Bei uns war es wohl eher jeden Tag ein neuer Stand! Die Ausstellung “Gartenlust und Langvergnügen” auf Schloss Ippenburg vom 4. bis zum 7. Juni war fuer uns eine tolle Erfahrung und sehr ereignissreich. Mit neuen Visitenkarten, zum ersten mal unseren Muzawo-Flyern sowie unserem neuen wahnsinns 3×1 Meter Muzawo-Banner ausgestattet sind wir circa 700 Kilometer Richtung Norden gefahren! Mittwoch Nachmittag angekommen haben wir uns daran gemacht den “Stand Nummer 29″ im Obstgarten aufzubauen. Erschwert durch 600 gemietet Gläser, sowie eine fast 2×1 Meter grosse Spüle die - wie immer - selbstverstaendlich NICHT gemeinsam in unser Auto passten ergaben sich höchst amüsante Situationen. Eine rennenden Spüle & fliegende Stühlen allen voran…! Zufrieden mit den Ergebnissen des vielen Schiebens, Ziehens, Manövrieren, Aufhängens und vorallem gespannt auf den ersten Ausstellungstag sind Philipp, Anna und Ich ins Bett gefallen. Ab Donnerstag haben wir proaktiv professionell von immer besseren Ideen getrieben unser Zelt täglich ein bisschen verändert. Letztendlich war der Stand angenehm belebt und gleichzeitig effizient eingerichtet. Sobald wie (dann mit dem neuen Blogsystem) möglich werde ich die schönsten Bilder hochladen! Jedenfalls kann ich festhalten dass meine Gartenlust entflammt wurde (obwohl sich das Wetter in Grenzen gehalten hat) und das Langvergnügen riesig war!

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Buschwein

June 10th, 2009

Was ist Buschwein??? Diese Frage beantwortet, man will es kaum glauben, das Internet nicht. Der uns wohl bekannte Begriff bezeichnet eine besondere Anbau Art, die zumindest meines Wissens nur in Südafrika praktiziert wird. Normalerweise werden alle Weinreben auf Draht aufgespannt, so das sie in etwa bei 1,50 m Höhe stehen und leichter zu bearbeiten sind. Wer Fotos von einem Weinfeld sieht weiß sofort, worum es geht. Buschwein hingegen wird nicht aufgespannt. Im Gegenteil, man lässt ihn einfach auf dem Boden wachsen. Ich vermute, dass er auch nicht bewässert wird. Diese eigenartige Praxis führt zu einem ganz anderen Geschmacksbild, was viel neutraler und nicht so scharf ist. Der Shiraz aus Darling Cellars (Onyx) z.B. schmeckt ganz mild und überhaupt nicht kräftig. Ich habe mir vorgenommen, mal ein paar Fotos dazu zu machen, sobald ich wieder in Südafrika bin. Die Vorstellung das Wikipedia nichts zu Buschwein zu sagen hat, überrascht mich derart, dass ich sofort etwas dagegen tun muss.

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Goethe und der Wein

May 20th, 2009

Einer der größten deutschen Dichter, Goethe - so sagt man zumindest - hat gerne 2 Liter Wein am Tag getrunken. Gesund, Ungesund, Leidenschaft, Sucht, darüber kann man sich lange Streiten. Goethe selbst schrieb darüber:

“Trunken müssen wir alle sein,
Jugend ist Trunkenheit ohne Wein;
Trinkt sich das Alter wieder zur Jugend,
So ist es eine wundervolle Tugend.
Für Sorgen sorgt das liebe Leben,
und Sorgenbrecher sind die Reben!”

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