Riebeek Ceellars, Riebeek Kasteel, Riebeek Valley…. Was ist da los?! Wenn man es weis ist es recht eindeutig, und hat sogar gleich zwei Hintergründe!
Der 1619 geborene Jan van Riebeeck wurde mit 32 Jahren von der V.O.C ( =Vereenigte Nederlandsche Ge-Octroeerde Oost-Indische Compagnie) sprich der Niederländisch-Ostindischen Kompanie an die südliche Spitze Afrikas geschickt, um dort eine Niederlassung zu leiten. Diese Niederlassung war nie als Siedlungskolonie gedacht, sondern nur als „Tankstelle“ an der alle Schiffe Lebensmittel und Trinkwasser wieder aufladen konnten.
Wie sich schnell rausstellte war Wein nötig, da Jan van Riebeeck erkannte „welch hohen Stellenwert die Kompanieleitung dem Wein beimaß, war dieser doch für die Seeleute auf ihren monatelangen Fahrten von unschätzbarem Wert, nicht nur in Krankheitsfällen und gerade auch bei der Behandlung des so gefürchteten Skorbut, sondern auch, um das nach dreimonatiger Fahrt nicht selten faulig werdende und dann fast untrinkbare Wasser zu ergänzen bzw. zu ersetzen.“ und in seinem ordentlich geführtem Tagebuch festhielt.
So kamen die ersten Rebsetzlinge 1654 vermutlich aus Deutschland oder Frankreich an, wurden im Kompaniegarten angepflanzt und - dank Riebeecks Willen - schon wenige Jahre danach, genauer vor exakt 350 Jahren, der erste Wein gepresst.
Der zweite Grund, warum Jan van Rieebeeck für uns so wichtig ist, ist seine (Neu-)Gier. In Holland war die Rede von einer fantastischen Goldstadt namens Monomatapa, die nicht weit im Norden von der neuen Stadt am Kap liegen sollte. Nachdem Riebeeck mit der Führung der Siedlung zu beschäftigt war, um auf Expeditionen zu gehen, schickte er seinen Unteroffizier los. Von einer Karte, die ein Holländer (der übrigens nie ein Fuß nach Afrika setzte) zeichnete geführt, zogen also Pieter Cruythoff und Pieter Meerhoff unterstützt von zehn Männer aus, um das verheißene Gold zu finden. Sie waren die Ersten die den Bothmanskloof Pass überquerten, und somit Riebeeck Valley erblickten, und diese Tal auch so benannten. Von einem einheimischen Sonqua (Buschman) geführt fanden sie natürlich kein Gold, dafür aber „ein wundervolles Tal, östlich von “Riebeeck’s Kasteel“ in dem wir übernachteten. Am gleichen Tage sahen wir 13 Pferde (eigentlich Quagga), 5 Nashörner und tausende Hartebeeste.“ (aus Meerhoffs Tagebucheintrag am 4. Februar 1661)
Jan van Riebeeck hat also nicht nur den Wein nach Südafrika gebracht, sondern auch noch das „wundervolle Tal“ entdecken lassen, welches dann 1699 von seines Nachfolgers Sohn Wilhelm Van Der Stel als Farmland freigegeben wurde. Drei damals gegründete, heute noch immer existierende Farmen sind Kloovenburg, Allesverloren and Sonquasdrift.
Hier übrigens eine “echte” Landkarte, aus der damaligen Zeit
